Gewinner der Corona-Krise: Diese Unternehmen werden mittel- und langfristig profitieren

In Zeiten wie diesen wird klar, wie unzureichend unsere digitale Infrastruktur für die Zukunft vorbereitet ist. Wenn sich jetzt Home Office und Telekonferenzen bewähren, werden viele Unternehmen diese Strukturen in ihren Arbeitsalltag integrieren. Die Vorteile werden ohnehin schon seit Jahren aufgezeigt und diese überwiegen haushoch sämtliche Nachteile der neuen Arbeitsstrukturen.

Bad Connection

Alle reden von Zoom, Skype, TeamViewer und Netflix, doch ohne leistungsstarke Hardware sind diese Software-Anbieter nicht viel wert. Eine ruckelnde Verbindung bei wichtigen Besprechungen oder Verhandlungen unterstreicht nicht gerade die Professionalität, sondern erinnert eher an Kabarett (siehe Key & Peele | Bad Connection).

Ich kann mir gut vorstellen, dass nach der Krise viele Unternehmen profitieren werden, die Produkte und Dienstleistungen für Datenzentren sowie kabelgebundene und drahtlose Netzwerke herstellen. An 5G wird im städtischen Bereich kein Weg vorbeiführen (Stichworte: IoT, SmartCity, selbstfahrende Autos). Damit das Hochgeschwindigkeits-Internet auch bis in ländliche Bereiche vordringen kann, muss der Ausbau von Gigabit-Glasfaserleitungen (FTTH, FTTB) beschleunigt werden. Aktuell können gerade einmal 10 % aller Haushalte in Deutschland auf schnelles Glasfaser-Internet zugreifen. Zum reibungslosen Funktionieren dieser Technologie müssen viele Rädchen perfekt zusammenarbeiten.

Die Hardware zur Übertragung der Daten und die Online-Plattformen für die Endkunden werden begleitet von zuverlässigen “Industrial Cloud”-Systemen von Anbietern wie Microsoft, IBM, Amazon, Dell, HP, Siemens, Schneider Electric usw. Überall wo Daten übertragen werden, lauern auch Datendiebe auf ihre Chance. Das erfordert Maßnahmen, um die Datensicherheit von Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen zu gewährleisten. Es gibt bereits jetzt etliche vertrauenswürdige Firmen, die auf Cyber-Sicherheit spezialisiert sind. Leider lässt selbst bei diesem heiklen Thema das Bewusstsein für die weitreichenden Folgen von Missbrauch stark zu wünschen übrig.

Technologiefirmen warten auf den flächendeckenden Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunk-Netze
Start frei für schnelles Internet über Glasfaserleitungen und Mobilfunknetze

Es gibt unzählige Technologiefirmen, die nur darauf warten, endlich mit dem flächendeckenden Ausbau der Netzwerke (Glasfaser und Mobilfunk/5G) loslegen zu können – es scheiterte bisher jedoch an der Finanzierung durch die öffentliche Hand, weil der Bedarf noch nicht wirklich akut genug war und deshalb das Interesse bzw. das Bewusstsein fehlte, dass digitale Netze auch noch für andere Sachen wichtig sind, nicht nur zum (Video-)Telefonieren, Internet surfen und Netflix in Ultra-HD schauen. Doch jetzt hat der kleine Virus allen die Dringlichkeit dafür drastisch vor Augen geführt. In den USA ebenso wie in Europa und vor allem in den bevölkerungsdichten Ländern Indien und China. Es geht darum, die Menschen in Krisenzeiten mit (lebens-)wichtigen Informationen zu versorgen, ihnen Unterhaltung zur Ablenkung zu bieten, die Arbeitsplätze zu erhalten bzw. sogar neue zu schaffen und vor allem die Wirtschaft am Laufen zu halten. Auch für die Überwachung der öffentlichen Sicherheit, für eine reibungslose medizinische Infrastruktur (Stichwort: IoMT – Internet of Medical Things) und den Einsatz von Augmented Reality in vielen Branchen sind schnelle und zuverlässige Netze absolut notwendig.

Tech-Unternehmen mit Wachstumspotenzial

Auf meiner 5G-Watchlist sind auch einige gute Dividenenden-Unternehmen zu finden: Samsung, Intel, Qualcom, Xilinx, Marvell (nein, nicht die Barbie-Puppe 😉 ), NXP, Qorvo, LG, Sharp, CTE, Corning, Nokia (ja, die gibt es noch!), Huawei, Cisco, Ciena, Adva Optical, Deutsche Telekom, Vodafone, T-Mobile, 1&1, Verizon, AT&T, American Tower, Crown Castle … Ericsson (ja, auch die gibt es noch!) zählt zu den Spitzenreitern, wenn es um die Anzahl an Patenten für die 5G-Technologie geht. Wie gesagt, es fehlt nur noch der Startschuss für den weltweiten Ausbau schneller Datennetze, dann haben diese eher konservativen Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial zu bieten.


  • Microsoft (MSFT) — US5949181045 (Dividende)
  • IBM — US4592001014 (Dividende)
  • Amazon (AMZN) — US0231351067
  • Dell — US24703L2025
  • Hewlett Packard (HPE) — US42824C1099 (Dividende)
  • Siemens (SIE) — DE0007236101 (Dividende)
  • Schneider Electric (SU) — FR0000121972 (Dividende)
  • Samsung (SMSD) — US7960502018
  • Intel Corp (INTC) — US4581401001 (Dividende)
  • Qualcom (QCOM) — US7475251036 (Dividende)
  • Xilinx (XLNX) — US9839191015 (Dividende)
  • Marvell (MRVL) — BMG5876H1051 (Dividende)
  • NXP Semiconductors (NXPI) — NL0009538784 (Dividende)
  • Qorvo Inc (QRVO) — US74736K1016 (Dividende)
  • LG Electronics (LGLG) — US50186Q2021
  • Sharp Corp (SRP) — JP3359600008
  • ZTE Corp (763) — CNE1000004Y2
  • Corning (GLW) — US2193501051 (Dividende)
  • Nokia — FI0009000681 (Dividende)
  • Huawei — HK0000HWEI11 (noch nicht an der Börse)
  • Cisco (CSCO) — US17275R1023 (Dividende)
  • Ciena Corp (CIEN) — US1717793095
  • Adva Optical (ADV) — DE0005103006
  • Deutsche Telekom (DTE) — DE0005557508
  • Vodafone Group (VOD) — GB00BH4HKS39 (Dividende)
  • T-Mobile US Inc (TMUS) — US8725901040 (Dividende)
  • 1&1 Drillisch (DRI) — DE0005545503 (Dividende)
  • Verizon (VZ) — US92343V1044 (Dividende)
  • AT&T — US00206R1023 (Dividende)
  • American Tower Corp (AMT) — US03027X1000 (Dividende)
  • Crown Castle (CCI) — US22822V1017 (Dividende)
  • Ericsson (ERIC B) — SE0000108656 (Dividende)

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