Die Umstellung – Tag 40

Heute ist Tag 40 seit Beginn meiner Ernährungsumstellung

Kein Fleisch, kein Zucker, kein Alkohol, in letzter Zeit nur ganz selten etwas Fisch, Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukte – aber die werde ich auch wieder weglassen.
Es geht also Richtung vegetarische/vegane Ernährung.

Warum sich selbst so einschränken?

Erstens, weil für eine ausgeglichene Ernährung keine tierischen Produkte erforderlich sind. Das ist einfach so. Punkt.
Der heutige Mensch stammt ja ursprünglich von Pflanzenfressern ab und auch die Lebensweise der meisten Leute erfordert keine Aufnahme von Fleisch oder anderen tierischen Produkten. Dass sich unser Verdauungsapparat auch auf Fleisch eingestellt hat, brachte uns einen gewaltigen evolutionären Vorsprung. Damals, vor tausenden von Jahren, aber wie gesagt: Heute braucht das fast niemand mehr.
Der Proteingehalt mancher Pflanzen ist höher als in Fleisch, Fisch, Milch oder Eiern. Es gibt immer mehr Bodybuilder und Spitzensportler, die sich der Kraft der Pflanzen bewusst werden und ihre Ernährung auf vegan umstellen.
Es sollte uns auch zu denken geben, dass einige der größten und stärksten Säugetiere auf diesem Planeten Pflanzenfresser (Herbivoren) sind: Elefant, Nashorn, Flusspferd, Rind, Wisent, Gorilla, Kamel und Pferd um nur einige zu nennen. Sie alle beziehen ihre Kraft, Energie und Größe aus den Pflanzen.

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Zweitens, weil tierische Produkte durch die heutzutage übliche Massenproduktion alles andere als gesund sind. Vor allem die hoch verarbeiteten Lebensmittel enthalten nicht nur unzählige schädliche Substanzen, sondern sind nachweislich stark an der Entstehung verschiedenster Erkrankungen wie Krebs, Herz/Kreislaufprobleme und Organversagen beteiligt.
Große Lebensmittelkonzerne sind daran interessiert uns langsam krank zu machen, damit die Pharmaindustrie übernehmen kann und uns mit teuren Medikamenten am Leben erhält. Auch das Gesundheitssystem selbst erhält sich paradoxerweise durch jene Geldflüsse, die durch Krankheiten aufgebracht werden (müssen).
Wir zahlen für alles, sowohl für die naturfernen Lebensmittel, die Behandlungskosten, die Medikamente und am Ende auch noch für unser eigenes Begräbnis.
Wir tragen damit ebenso unseren Anteil bei an der Zerstörung der Umwelt, an der im Namen der Lebensmittelproduktion begangenen Tierquälerei sowie am schlechten Gesundheitszustand und somit an der verlorenen Zukunft unserer Kinder.
Einige Experten gehen sogar soweit zu behaupten, dass unsere Kinder die erste Generation sein wird, die im Schnitt eine niedrigere Lebenserwartung hat als die Generation davor. Bravo, weit haben wir es also gebracht mit der “Optimierung” jedes einzelnen Bereiches unseres ach so fortschrittlichen Lebens.

Diabetes Typ 2 ist eine der zukünftigen Cash-Cows schlechthin, dagegen sehen die medial aufgeputschten, gewinnbringenden Epidemien und Pandemien der vergangenen Jahre nur aus wie lächerliches Kleinvieh. Diese Krankheit wird immer noch hauptursächlich mit Zucker in Verbindung gebracht, aber dies hat sich als ebenso unzutreffend erwiesen wie die frühere, einschränkende Bezeichnung “Alters”-Diabetes.

Die Tiere in den Fleischfabriken tun mir auch leid, ganz klar, aber das ist nicht wirklich der Grund für meine Abkehr von tierischen Produkten.
Die Geschichte der Menschheit wird seit jeher von Grausamkeit begleitet. Missbrauch und Gewalt untereinander, gegen Tiere und Umwelt waren und sind leider die Regel, nicht die Ausnahme. Ich denke dieses “Ihr sollt euch die Erde untertan machen”, war ursprünglich auch etwas anders gemeint.
Es gibt unzählige Dokumentationen über krankmachende Ernährung, industrielle Lebensmittelproduktion, Massentierhaltung und das hinterlistige Treiben der jeweiligen Lobbyisten. Genauso gibt es unzählige Studien und Expertenmeinungen zu all diesen Bereichen mit zum Teil sehr gegensätzlichen Ergebnissen. Es kommt eben darauf an, wer die jeweilige Untersuchung in Auftrag gegeben oder sie gesponsert hat.

Ich weiß aber, was ich am eigenen Körper erlebe!

– In den vergangenen 40 Tagen musste ich nicht einen Tag hungern und konnte dennoch bisher etwa 15 kg abnehmen. Hurra!
Selbst ein ganzes Kilo Kartoffel hat gerade mal 700 Kalorien und in Kombination mit anderen vitamin- und mineralstoffreichen Gemüsesorten kann man gar nicht so viel davon essen, dass es die täglich empfohlene Kalorienzufuhr übersteigt.

– Ich bin viel ausgeglichener und ruhiger geworden, was sicherlich auch mit der Meditation zusammenhängt, woran die Ernährung aber auch ihren Anteil hat.
Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an den Dokumentarfilm “Supersize me“, bei dem sehr anschaulich aufgezeigt wird, wie sich mit sinkendem körperlichem Wohlbefinden durch schlechte Ernährung auch auch die Zufriedenheit und geistige Ausgeglichenheit verschiebt.

– Die geistigen Fähigkeiten haben sich insofern verbessert, dass ich mich länger konzentrieren und auch schneller denken kann. Manchmal, vor allem in stressigen Zeiten und mit tagelanger ungesunder, fettreicher Ernährung, machte sich der sogenannte “Brain-Fog” bemerkbar. Dabei werden die Gedanken schwammig, es fehlt ein klarer Blick und immer wieder beginnt sich alles im Kreis zu drehen. Diese Phase ist schwer zu beschreiben, aber es fühlt sich tatsächlich so an, als ob sich das Hirn im starken Nebel verirrt hätte und nur noch langsam vorankommt. Das könnte aber auch an meiner Intoleranz für Weizenprodukte liegen, denn auch Gluten ist bekannt dafür, den Verstand zu vernebeln.

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– Und das Beste zum Schluss:
Mein Ruhe-Blutdruck (gemessen am frühen Abend) hat sich bei etwa 125/85 eingependelt. Die letzten Jahre, genaugenommen die letzen 20 Jahre, war ich immer im Bereich 140-150 zu 100. Ich hatte auch schon mal über Monate hinweg den systolischen Wert bei über 150, worauf mir Beta-Blocker zur Senkung verschrieben wurden.
Die Ärzte machten neben meinem Übergewicht auch genetische Gründe dafür verantwortlich, sowie Alkohol und Tabakkonsum.
Interessanterweise rauche ich schon seit 7 Jahren nicht mehr, hatte aber trotzdem die ganze Zeit über erhöhten Blutdruck.
Es gab Zeiten, da war mein Alkoholkonsum etwas höher, dann aber auch mal wieder wochenlang gar nichts. Wesentliche Auswirkungen auf meine Blutdruckwerte hatte das aber nicht.
Selbst mein Gewicht hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert, aber sowohl bei Ausreißern nach unten war der Blutdruck immer noch konstant erhöht.
Jetzt, nach nur 40 Tagen überwiegend pflanzlicher Ernährung, nehme ich nicht an, dass sich meine Gene großartig verändert haben. Trotzdem ist der Blutdruck jetzt ständig im satten grünen Bereich des Messgerätes.

blutdruck

Ich bin also rundum zufrieden, wie es derzeit läuft.
Solche Erfolgserlebnisse sind auch sehr wichtig, um die Motivation für die weitere Reise auf hohem Niveau halten zu können.

Vielen Dank!

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