Das Internet hat einen neuen Helden

Einen Wort-Helden um es genauer zu formulieren. Oder noch besser: einen Quasselkopf.

Hier eine kleine Geschichte dazu, wie es eigentlich dazu kam und was ihr euch davon erwarten könnt.

– Das menschliche Maschinengewehr

Kennt ihr diesen Typ Mensch, der wie ein Maschinengewehr quasselt und anderen nicht die kleinste Möglichkeit einräumt, ebenfalls mal zu Wort zu kommen?

Ja? Ich auch. Und ich mag solche Leute gar nicht.

Leider bin ich manchmal selbst so einer. Meistens stehe ich nur im Hintergrund herum und bringe den Mund nicht auf. Ich bin nicht schüchtern, aber ich muss schließlich auch nicht jeden Gedanken sofort mit meinem Umfeld teilen oder auf jede Äußerung sofort reagieren. Ich denke mir meinen Teil eben. Und ich denke viel. Ich bin auch – bis auf wenige Ausnahmen – nicht sehr an Konfrontationsgesprächen interessiert. Soll doch jeder glauben was er will. Diese Einstellung wurzelt weniger auf Toleranz, sondern mehr auf der guten, alten, ehrlichen Bequemlichkeit.
Aber manchmal, ganz selten aber doch immer wieder, werde ich auch zur verbalen Schnellschusswaffe. Vor allem wenn ein Thema aufkommt, das mich sehr interessiert und zu dem ich mir bereits einiges an Informationen beschafft hatte.

Und da ich ständig sehr viele Ideen im Kopf habe und mir dann das notwendige Wissen dazu aneigne, gibt es immer mehr Themen, die meinen Redeschwall triggern.

Quasselstrippe, Life, Soul & Technology
Life, Soul & Technology

Und das nervt. Vor allem mich selbst.

Nicht während der Tiraden selbst – da bin ich viel zu sehr auf meinen Monolog konzentriert – sondern erst im Nachhinein. Und dann tut es mir leid, dass ich so egoistisch war und nicht einmal das kleinste Anzeichen zu erkennen gab, an der Meinung des Gesprächspartners, zum Zuhörer degradiert, interessiert zu sein.
Doch ich wäre wirklich daran interessiert gewesen. Allerdings hat mein Gegenüber meist schon das Weite gesucht, bevor ich meinen Vortrag beenden konnte. Zuviel an geballter Information ist eben ermüdend. Zumindest für die meisten Menschen unter uns. Ich selbst habe kein Problem damit, auch mehrtägige Trainingsveranstaltungen oder Marathonbesprechungen konzentriert zu folgen. Das ist eine meiner Fähigkeiten als hochsensible Person. Sobald aber das Umfeld laut und hektisch wird, kapselt sich mein Hirn von der Umgebung ab. Das ist einer der Nachteile. Man kann eben nicht alles haben.
Aus diesem Grund kann ich es auch nicht wirklich verstehen, warum manche Personen schon nach einer zweistündigen Ansprache fix und fertig sind. Aber das ist eben so, und ich muss das akzeptieren.
Wenn ich zum Beispiel eine Fernsehserie finde, die mich fasziniert, dann schaue ich mir nach Möglichkeit die gesamte Episode an. Stundenlang hintereinander, oft sogar tagelang.

– Das kleine grüne Büchlein

Eine gute Bekannte hat mal den Vorschlag auf den Tisch gebracht, wohl zu ihrem Selbstschutz, dass ich meine Gedanken aufschreiben soll. Also eine Art Tagebuch zu führen. Es geht mir ja in erster Linie gar nicht um das Gespräch selbst, sondern eher darum, meine Gedankenfetzen in Worte zu fassen um sie dann selbst besser verstehen und ordnen zu können. Nicht selten kam mir bei meinen Reden plötzlich eine Erkenntnis oder hat sich durch das Hören meiner eigenen Worte die Bedeutung oder die Richtung des Gedankens verändert.
Ich habe daraufhin den Rat befolgt und mir ein kleines grünes Notizbuch mit 192 Seiten gekauft (Brunnen Kompagnon A7 – amzn.to/2sf4uVP ). Nach nicht einmal 2 Wochen war das Buch schon voll gekritzelt. Statt eines weiteren Notizbuches begann ich, meine Gedanken am Computer zu schreiben. Nicht jeden Tag etwas, einmal mehr, einmal weniger, und so kam es, dass nach etwa einem halben Jahr das Dokument auf einen Umfang von über 250 Seiten gewachsen ist. Auf Grund der unzusammenhängenden Themen als Buch leider nicht geeignet, aber als Selbsttherapie auf jeden Fall mehr als geeignet.

– Project:Blog

Der nächste (logische) Schritt wäre also ein Blog. Aber wie geht man das an?
Ja klar, theoretisch weiß ich wie das geht, habe mich ja in dieser Richtung auch schon informiert, aber in der Praxis sieht die Sache ganz anders aus.
Content hätte ich ja schon mehr als genug vorliegend, aber um diesen in einer entsprechenden Form präsentieren zu können, müsste ich mir als erstes Kenntnisse zu WordPress aneignen. Ein 8-stündiger kostenloser Online-Einstiegskurs war auch schnell gefunden (www.udemy.com).
Aber gleich zu Beginn des Selbststudiums traf ich auf zwei Hindernisse: das erste war die Festlegung des Layouts, bzw. der geeigneten WordPress Vorlage.
Der zweite Stolperstein war die notwendige Erstellung des Impressums sowie der rechtlich korrekt formulierten Textstellen zu Haftung, Datenschutz, Affiliate-Links usw. Kann ich mir das einfach von einem anderen Blog kopieren oder verstößt dies selbst bereits gegen das Urheberrecht?

Zumindest habe ich mir schon den Titel des Blogs überlegt – was auch gar nicht so einfach war bei der Fülle an Themen, die ich loswerden möchte – und die wortlautstimmige Internet-Domain registrieren lassen.

Alles was ihr hier seht und lest, ist also ein erster Anlauf. Ich freue mich über jede (konstruktive) Kritik, Anregung oder Hilfestellung!
Ich bin auch froh über jeden einzelnen Follower, denn das motiviert mich noch mehr Artikel zu schreiben. Tragt euch bitte in meinen Newsletter ein um über jeden neuen Beitrag informiert zu werden.

Vielen Dank!

Ach ja, alle Fotos die ich vorerst verwende, stammen entweder von mir selbst (Copyright also ich) oder sind lizenzfreie Fotos von Pexels (www.pexels.com), Unsplash (www.unsplash.com) oder Pixabay (www.pixabay.com).
Der gesamte Inhalt stammt von mir, davon ist ja genug vorhanden, sowohl auf Papier als auch im Kopf, da brauche ich von niemanden etwas kopieren.

Life, Soul & Technology
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